Adobe Lightroom 2 ab sofort verfügbar
Mit der Version 2.0 seines den kompletten Digitalfoto-Workflow abdeckenden Programms "Lightroom" stellt Adobe nun nach einer öffentlichen Beta-Phase eine substantiell verbesserten Nachfolger vor. Neben einigen überaus sinnvollen Neuerungen wie den nun auch partiell anwendbaren Nachbearbeitungsfunktionen wurden viele weitere Funktionen verbessert und mit mehr Komfort ausgestattet.
Das Update von Version 1.x auf 2.0 ist im deutschen Adobe-Store ab ca. 118€ erhältlich (seltsamerweise kostet der Download 2€ mehr als wenn einem das Paket von Adobe per Post zugeschickt wird?), die Vollversion ist für etwa 300€ erhältlich. Kauft man den Download der US-Version im US-Store von Adobe, bezahlt man nur 99$ für das Update und 299$ für die Vollversion. Kommt man also auch mit der englischen (alternativ ist dort auch die französische Version wählbar) Sprache gut klar, ergibt sich ein enormer Preisvorteil.
Wichtigste Neuerung ist ganz klar das partielle Anwenden von Bearbeitungsfunktionen ("Pinsel" genannt, die aber nicht nur mit Farbe, sondern mit Helligkeit, Kontrast usw. arbeiten können) auf das Bild. Ganz gezielt lassen sich so wie im klassischen Heimlabor bestimmte Bereiche des Bildes abwedeln (aufhellen), nachbelichten oder schärfen. Spezielle Lightroom-Plugins ermöglichen dazu auch eine direktes Senden an den Lieblingsausbelichtungsdienst oder an sogenannte communities wie flickr.
Mit der echten 64bit-Unterstützung in Windows (XP x64 und Vista x64) sowie in MacOS X lässt sich nun auch ein größerer Speicherbereich (bisher konnte Lightroom nur 2GB für sich belegen, der Rest wurde auf der Platte ausgelagert) für sich und die Fotos nutzen, es muss wesentlich weniger auf die im Gegensatz zum RAM langsame Festplatte zugegriffen werden. Lightroom dürfte deswegen bei größeren Datenmengen wesentlich flotter bedienbar werden.
Sehnlichst erwartet wurde auch der Multimonitor-Support, schließlich ist der bisherige Lightroom-Workspace erst ab einem 24"-Display halbwegs komfortabel anzuordnen gewesen. Bedenkt man die Kosten für einen anständigen 24"-TFT mit IPS- oder PVA-Panel (die billigen TN-Displays sind für eine halbwegs ernsthafte Fotobearbeitung nicht zu gebrauchen), kann man nun auch beispielweise mit 2mal 20" seinen bevorzugten Workflow entsprechend auf den beiden Displays abbilden.
Die im Lightroom-Grundkonzept massiv verankerte Bildverwaltung ist ebenfalls verbessert worden, Verschlagwortung und eine Suche auch über gerade nicht angeschlossene externe Laufwerke ist nun möglich. Die Stapelverarbeitung von vielen, sich sehr ähnlichen Dateien (beispielsweise der Weißabgleich einer in RAW aufgenommenen Portraitsession) ist laut Angabe von Adobe komfortabler geworden, ebenso lassen sich nun bei der Ausgabe für den Druck oder für Webgalerien verschiedene Scharfzeichnungsmethoden auswählen. Die Zusammenarbeit mit Adobe Photoshop CS3 wurde ebenso verbessert, beispielsweise können nun gleich mehrere Bilder direkt an die CS3-Panorama- oder HDR-Funktion übergeben werden.
