Sony HVL-F58AM - neuer Profiblitz für Sonys Alpha-DSLRs
Der von Sony in
Japan heute vorgestellte Nachfolger des bisherigen HVL-F56AM fällt
als erstes mit der neuartigen und pfiffigen Drehbarkeit des
Blitzkopfes auf. Statt auf der Hochachse, wie bei anderen
Systemblitzgeräten üblich, wird der Blitzkopf entlang der
Längsachse gedreht. Das sorgt besonders im Hochformat für eine
bessere Ausleuchtung und höheren Bedienkomfort, so Sony.
Wie man auf dem 2. Foto gut erkennen kann, sorgt Sonys neuer Dreh- und Kippmechanismus bei geblitzten Hochformat-Portraits tatsächlich für mehr Komfort - das LCD ist ohne Kameradrehung oder Kopfneigung bequem ablesbar und der Blitz leichter einstellbar. Gleiches gilt für die normale, horizontale Ausrichtung der Kamera-Blitz-Kombination. Darüberhinaus kann der Blitz nun mit der vollen “Breitseite” ausleuchten, statt wie bisher einen auch mit einem Bouncer manchmal ziemlich schwer zu kontrollierenden, senkrechten Lichtschlitz zu bilden.
Der HVL-F58AM ist masterfähig und kann drahtlos bis zu 3 weitere Blitzgruppen steuern. Das kann auf dem im Vergleich zum HVL-F56AM 13% größeren Display konfiguriert werden. Ob das auch direkt über die Kamera steuerbar ist wie bei den neueren Canon-, Nikon- und Olympus-DSLRs aus dem Semiprofi- und Profibereich, ist der Pressemitteilung leider nicht zu entnehmen.
Seine Leitzahl beträgt 58 (bei 105mm und ISO100), er erkennt automatisch die verwendete Brennweite des Objektivs und stellt den Zoomreflektor daraufhin ein. Das Sensorformat (APS-C oder Vollformat) der Kamera wird dabei mit berücksichtigt. Die Blitzleistung wird über das ADI-System automatisch bestimmt, die Objektentfernung, die von einem geeigneten Objektiv (meistens die mit SSM-Motoren) übertragen wurde, wird dabei ähnlich wie bei Canons E-TTL2 oder Nikons iTTL in die Berechnung mit einbezogen. Der HVL-F58AM meldet der angeschlossenen Kamera außerdem, dass sie den automatischen Weißabgleich entsprechend anpassen soll.
Darüberhinaus
ist er natürlich auch HSS-tauglich (high-speed synchronization).
Bei den HSS-Belichtungszeiten von 1/500s bis 1/4000s wird dabei
natürlich nur ein Bruchteil der sonst bei den synchronisierten
Zeiten (1/200s bei den Alphas bisher) üblichen Lichtmenge auf das
Objekt treffen. Mittels eines Modellierungsblitzes kann man vor dem
eigentlichen Auslösen schon einen Eindruck von der Ausleuchtung
bzw. der entstehenden Schatten auf oder hinter dem Objekt
gewinnen.
Die Ladezeit wurde im Vergleich zum Vorgänger um bis zu 55% verringert, außerdem soll der Wiederaufladevorgang ohne störendes “Fiepen” auskommen. Wer häufiger hinter der Kamera “klemmt”, wird das sehr zu schätzen wissen.
Der Blitz soll im September ausgeliefert werden. Der Verkaufspreis ist in den USA mit 500$ angegeben, der europäische Preis steht noch nicht fest. Er wird wohl schätzungsweise etwas über dem des Vorgängers (derzeit bei 350€ Straßenpreis) liegen.
