Fotografieren muss nicht teuer sein! Wir haben mal einige Preisssuchmaschinen durchforstet und insgesamt 1 Digital Kameras unter 100 EUR gefunden.
Großer Zoombereich, langer Name - das von Tamron heute für
Canon- und Nikon-DSLR mit einem APS-C großen Sensor angekündigte
Objektiv Tamron 18-270mm f/3,5-6,3 Di II VC LD Aspherical [IF]
Macro (Modell B003) ist im Spiegelreflexbereich ein Novum. Der
Brennweitenbereich von 28-419mm (KB-Äquivalent) prädestiniert es
beispielsweise als universelles Reisezoom.
Zwar existiert z.B. von Olympus bereits ein stabilisiertes 15x Zoom in der mit einem winzigen CCD ausgestatteten Olympus SP-570UZ und auch Tamron selbst hat mit dem 28-300, 28-300 VC, dem 18-200 und dem 18-250 bereits vier sogenannte “Superzooms” aktuell im Angebot, mit dem angekündigten und noch in diesem Jahr erhältlichen 18-270mm setzt Tamron aber noch eins drauf. Die in Anbetracht der geringen Lichtstärke auch dringend notwendige Bildstabilisierung (Tamron VC - “Vibration Control”) hilft zwar nicht, sich schnell bewegende Motive abzubilden, gleich aber immerhin das Zittern der Fotografenhände um 3-4 Blendenstufen aus. Somit wird z.B. ein stativloses Fotografieren beispielsweise eines Kircheninnenraums ermöglicht.
Hinsichtlich der Lichtstärke ist am “langen Ende” (dem Telebereich) von Seiten Tamrons sowieso ein Trick dabei, denn die vier-, drei- und zweistelligen Canons sowie die 5D ermöglichen durch das verbaute AF-Modul nur die Autofocus-Funktion, wenn Objektive die Lichtstärke 5.6 oder besser besitzen. Mit einer geometrisch ermittelten Blende 6.3 liegt Tamron aber um eine Drittelblende über dieser Spezifikation und löst das Problem ebenso wie Sigma bei seinem Superzoom einfach dadurch, dass der Kamera statt 6.3 eine 5.6 vorgegaukelt wird. Das das aber nicht immer gutgeht, erlebt man als Benutzer dieser Objektive immer wieder, wenn man versucht, auf eine Stelle ohne kontrastreiche Kanten im Telebereich scharfzustellen. An sonnigen Tagen gibt es aber kaum Probleme.
Das Tamron 18-270mm f/3.5-6.3 (sparen wir uns den Rest der Designation) ist aus 18 Elementen in 13 Gruppen aufgebaut, dabei beträgt die Naheinstellgrenze nur knappe 50cm. Damit läßt sich bei 270mm Brennweite (wird durch die Innenfokussierung im Nahbereich eher bei 200mm liegen) immerhin ein Abbildungsmaßstab von 1:3.5 erreichen, jedoch sollte man nicht von “Macro” reden, denn anders als bei echten Makroobjektiven mit ihrer Nahbereichskorrektur lässt sich erst um 1-2 Stufen abgeblendet ein zufriedenstellend scharfes Bild erreichen. Für den gelegentlichen Schmetterling oder Käfer am Wegesrand ist diese “Makrofunktion” aber auf jeden Fall praktisch.
Hinsichtlich der erwartbaren Verzeichnung sollte man sich keinerlei Träumereien hingeben, im Weitwinkel und im Telebereich wird es aufgrund der physikalischen Gegebenheiten heftig verzeichnen. Zum Glück gibt es Software wie PTlens oder DxO zur Korrektur solcher krummen Linien.
Als Di II-Objektiv leuchtet es nur den Bildkreis von maximal APS-C-großen Sensoren aus, ist also für größere Sensorformate (Vollformat und Crop 1.3) nicht sinnvoll einsetzbar.
Mit 550g und Abmessungen von ca. 80mm Dicke und 110mm Länge ist das Objektiv noch recht kompakt ausgefallen, das Filtergewinde beträgt die für Tamron etwas unüblichen 72mm (sonst immer 67 oder 77mm). Ein anständiges Polarisationsilter dafür reißt also nochmal ein großes Loch in den Geldbeutel. Tamron kündigte vorerst nur jeweils eine Version für Nikon (mit integriertem Motor, also auch für D40, D40D und D60) und Canon an, ob es auch mit Sony/Minolta- und Pentax-Anschluss geliefert wird, ist noch offen. Der Preis wird ähnlich dem des Tamron 28-300 VC (~500€) liegen.
Eine Gegenlichtblende ist wie immer bei Tamron im Lieferumfang bereits enthalten, der genaue Termin der Erstauslieferung ist aber noch nicht bekannt. Üblicherweise vergingen zwischen Ankündigung und Auslieferung bei Tamron aber durchaus 6 Monate (im Fall des 2001 zurückgezogenenen und später neuentwickelten SP AF 70-200mm Di sogar 7 Jahre).